Gero Breloer

Dr. Volker Göke, Project Leader Clean Energy Technology bei der Linde AG, zeigte auf, dass Strom in der Chemie mehr als nur ein Betriebsmittel ist. Anhand zweier Praxisbeispiele - Flüssigluftspeicher an einem größeren Chemiestandort sowie "Energiepark Mainz" - beleuchtete er Möglichkeiten, Elektrizität effizienter zu nutzen. Sein Fazit: Vor allem branchenübergreifende Technikkonzepte bergen noch erhebliche Synergien. Um diese Effizienzen zu realisieren, bedarf es langfristig stabiler Rahmenbedingungen über mehrere Legislaturperioden.

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Ausgehend von der bereits seit Jahrzehnten genutzten Lichtbogen-Technologie skizzierte Dr. Georg Markowz, Innovationsmanagement Verfahrenstechnik & Engineering bei der Evonik Industries AG, erste Überlegungen, diese Technik als Flexibilisierungs- und Speicherpotenzial zu nutzen. Neben technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Weiterentwicklungen bedarf es seiner Ansicht nach vor allem der Gewinnung der Beschäftigten, um die Entwicklung flexibler Produktionsprozesse voranzutreiben und erfolgreich umzusetzen und somit zum Gelingen der Energiewende beizutragen.

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Auf die Rolle der Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen ging anschließend Claus-Lüder Mahnken in seiner doppelten Rolle als Betriebsrat und Entwickler bei ContiTech Power Transmission Group ein. Er stellte die positiven Erfahrungen dieses Technologieunternehmens heraus, Anregungen der Belegschaft zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz aufzugreifen und umzusetzen (u.a. im Rahmen des hauseigenen "Excellent Award"; Comic). Zahlreiche dieser "Go-Green"-Innovationen träfen derzeit auf eine rege Nachfrage; Arbeitsplätze würden gesichert. Beispielhaft wurde der Zahnriemen in Öl dargestellt. Dieser trägt wesentlich zur CO2-Mindung bei PKW-Motoren bei.